ATIs Radeon 9500 Pro, 9700: Daten und Preise

ATI hat am Donnerstag seine neuen Grafikchips vorgestellt. Der Radeon 9500, der auch in einer "Pro"-Variante erscheint, dringt in den Mainstream vor, und eine günstigere Variante des 9700 Pro gibt es auch.

Mit dem neuen Portfolio wagt ATI unmittelbar vor der Vorstellung von NVIDIAs NV30 den Generalangriff auf den Marktführer. Nur ein Chip ist wirklich neu: Beim Radeon 9500, den ATI schon bei der Vorstellung des 9700 Pro ankündigte, hat man vier der acht Rendering-Pipelines eingespart. Als "Radeon 9500 Pro" kommt der Chip aber wieder mit acht Pipes, bei gleichem Takt. Die folgende Tabelle zeigt das aktuelle Angebot an DirectX-9-Chips von ATI.

ATIs DirectX-9-Chips

Chip

Pipelines

Chiptakt

DDR-Speichertakt

Speicherbus

Radeon 9700 Pro

8

325 MHz

620 MHz

256 Bit

Radeon 9700

8

275 MHz

540 MHz

256 Bit

Radeon 9500 Pro

8

275 MHz

540 MHz

128 Bit

Radeon 9500

4

275 MHz

540 MHz

128 Bit

Wie sich das Spiel aus Taktfrequenz und Pipelines auf die Geschwindigkeit auswirkt, lässt sich derzeit noch nicht feststellen. ATI konnte bisher noch keine Testmuster vom Radeon 9700 und 9500 zur Verfügung stellen, und auch Fotos fehlen noch.

Dennoch verspricht das Unternehmen, die Karten Ende Oktober an die Distributoren auszuliefern. Mitte November sollen sie dann bei Versendern und im Einzelhandel zu haben sein.

Dass sich ATI auch im mittleren Preissegment so breit aufstellt, liegt an den realen Marktgegebenheiten. Wie hinter vorgehaltener Hand immer wieder von den Chipherstellern zu hören ist, machen die jeweils schnellsten Renommierprodukte nur einen winzigen Teil des Markts aus. ATI belegt das jetzt mit Zahlen, die vom Marktforschungsunternehmen NPD Intelect stammen.

Freaks only: Kaum jemand kauft die teuren High-End-Beschleuniger.

Demnach halten die teuersten Karten nur ein Prozent des Markts, und Grafikkarten über 150 US-Dollar haben insgesamt nur 17 Prozent Marktanteil - das Volumen liegt also bei den günstigen Modellen. Dafür hat ATI weiterhin den Radeon 9000 und 9000 Pro im Angebot, den wir hier getestet haben.

Für die neuen Produkte erwartet ATI die in der folgenden Tabelle aufgelisteten Preise für Grafikkarten mit 128 MByte Speicher. Weitere Ausführungen stehen noch nicht genau fest, eine 64-MByte-Karte mit Radeon 9500 soll aber in Deutschland 209 Euro kosten, die neue Oberklasse mit Radeon 9700 und 128 MByte um 360 Euro.

Preise für 128-MByte-Karten in US-Dollar

Chip

Preis

Radeon 9700 Pro

399 US-Dollar

Radeon 9700

299 US-Dollar

Radeon 9500 Pro

199 US-Dollar

Radeon 9500

179 US-Dollar

Als Erstes wollen laut ATI Gigabyte, Sapphire, Hercules und Connect3D Karten mit den neuen Grafikchips anbieten. Den 9500 Pro will ATI ausschließlich auf eigenen Karten verbauen. Auch bei den anderen Chips lässt ATI einzig durch Software-Bundles, Lüfterausstattung und optisches Design Differenzierungsmerkmale. Die Taktfrequenz aber, so ATI gegenüber tecCHANNEL, ist diesmal "vertraglich festgelegt". Die Platine hat ATI ebenfalls genau vorgeschrieben, so dass hier alle Hersteller dasselbe Design anbieten werden - auch wenn sie etwas anderes behaupten mögen. Ziel der Restriktionen ist die schnelle Markteinführung.

Ein gemeinsames Merkmal der neuen Grafikkarten wird zudem die vom Radeon 9700 Pro bekannte externe Stromversorgung sein. Da alle Chips noch in 0,15 Mikron Strukturbreite hergestellt werden, ist das weiterhin nötig. Neuere Boards werden laut ATI auch nicht mehr starten, wenn der Floppy-Stecker fehlt - beim 9700 Pro war das auf einigen Mainboards noch möglich. (nie)

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