ATI launcht RADEON 9800 XT und 9600 XT

ATI stellte gestern Abend auf einer Pressekonferenz in München die Grafikchips RADEON 9800 XT und 9600 XT vor. Die Neulinge sind eine Weiterentwicklung der 9800/9600-Grafikprozessoren. Beide Debütanten sollen der Konkurrenz von NVIDIA Paroli bieten und das Top-Modell sogar die Performance-Krone an sich reißen.

Als Zielgruppe für die zwei Grafikprozessoren visiert ATI den High-End- und den Mainstream-Anwender an. Das Top-Modell in ATIs Portfolio der 9800 XT Codename R360 basiert auf dem Vorgänger RADEON 9800 Pro und bietet keine wesentlichen Verbesserungen. So wird das neue Flaggschiff weiter in 0,15-µm-Technologie gefertigt. Auch der Core samt Architektur blieben unverändert. Der einzige gravierende Unterschied sind die Taktfrequenzen: So arbeitet der 9800-XT-Chip mit einem Frequenz von 412 MHz und der 256 MByte große DDR-SDRAM -Grafikspeicher mit 365 MHz (750 MHz DDR). Das 256 Bit breite Speicherinterface erreicht eine Bandbreite von 22,4 GByte/s. Demgegenüber steht die NVIDIA GeForce 5900 Ultra mit einer Bandbreite von 25,3 GByte/s (Basis 1000).

Auf und davon: Der ATI-Grafikchip 9800 XT schlägt den NVIDIA GeForceFX 5900 nach den von ATI veröffentlichten Benchmarks deutlich. (Quelle: ATI)

Der 9600-XT-Grafikchip Codename RV360 besitzt den identischen Core des 9600-Pro-Chips. Auch die Fertigungstechnologie in 0,13 µm ließ ATI unverändert. Allerdings verwendet der Hersteller bei der Fertigung die so genannte "Low-k-Dielectric-Technologie". Sie gewährleistet eine höhere Isolierung zwischen den Leiterbahnen, so dass der Chip weniger Strom verbraucht. Gleichzeitig werden störende Kriechströme reduziert und höhere Taktfrequenzen möglich.

Für den Mainstream-Prozessor spezifiziert ATI eine Taktfrequenz von 500+ MHz und für den DDR-SDRAM-Grafikspeicher sind 300+ MHz (600+ MHz DDR) vorgesehen. Mit einem 128 Bit breiten Speicherbus erreicht der Chip eine Speicherbandbreite von 8,9 GByte/s. Der maximale Speicherausbau beträgt 256 MByte, typischerweise 128 MByte. Anders als die Karten der 9800er-Spitzenmodelle kann der 9600 XT auf einen zusätzliche externen Stecker zur Spannungsversorgung verzichten. Dies ermöglicht - im Vergleich zum 9800 XT - die reduzierte Strukturbreite des Cores und die Low-k-Dielectric-Technologie.

Beide Grafikchips sollen Ende Oktober auf Grafikkarten diverser Hersteller wie Sapphire, Gigabyte und dem neuen ATI-Partner Asus verfügbar sein. Der Preis für das Topmodell soll 499 Euro betragen. Das Mainstream-Pendant gibt es bereits für 199 Euro. Als Mehrwert soll mit allen Radeon-Grafikkarten das Spiel Half-Life 2 von Valve gebündelt werden. (hal)

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