ATI: Generalüberholte Treiber für Radeon 8500

Für ATIs High-End-Chip Radeon 8500 gibt es einen neuen Treiber. Neben mehr Performance ist erstmals das "Smoothvision" getaufte Anti-Aliasing freigeschaltet. Die Benchmark-Mogelei bei Quake 3 hat ATI ebenfalls abgestellt.

Der neue Treiber mit Versionsnummer 7206 für Windows 98 ist noch nicht durch Microsofts WHQL-Labor gelaufen und wird von ATI daher nicht als "empfohlen" eingestuft. Diese Wertung erhält nach wie vor nur die erste offizielle Version 7191, mit der auch unser erster Test erfolgte.

Dennoch ist die neue Software als erster "richtiger" Treiber für den Radeon 8500 zu werten, denn mit "Smoothvision" ist eines der beworbenen Features des neuen Chips jetzt erstmals verfügbar. Dabei handelt es sich um eine neue Form des Anti-Aliasing, bei der bis zu 16 Samples verwendet werden. Weitere Details zur Architektur des Radeon 8500 bietet dieser Artikel.

Neuer Dialog: Smoothvision bietet zwei unterschiedliche Modi.

Smoothvision unterscheidet die beiden Modi "Quality" und "Performance", laut ATI soll in der ersteren Einstellung der bisher bekannte Weichzeichner-Effekt bei Texturen verschwinden. Ebenfalls neu: Wenn der Speicher der Karte für eine gewählte Kombination aus Auflösung und Anti-Aliasing-Stufe (ohne Registry-Hacks 2x bis 6x) nicht mehr reicht, wird automatisch heruntergeschaltet. Die Karte arbeitet dann beispielsweise nur noch mit 4x, obwohl 5x gewählt wurden.

Neben Smoothvision verspricht ATI mit dem neuen Treiber generell höhere Performance. Die umstrittenen "Optimierungen" für Quake 3 (wir berichteten) werden als "image quality issues" bezeichnet, und sind nun abgestellt. Dafür soll der neue Treiber jetzt nicht nur für dieses Spiel tatsächlich optimiert sein, sondern für alle Games, die auf der Quake-3-Engine basieren.

Entgegen anders lautenden Meldungen läuft die Version des Treibers für Windows ME auch mit Windows 98 (SE). Daneben stehen auf der Download-Seite von ATI auch Versionen für Windows 2000 und XP bereit. Da die Treiber-Versionsnummern sich bei ATI je nach Windows-Version unterscheiden, sollte man darauf achten, jeweils die Version vom 14. November herunterzuladen.

Neue Treiber für ältere Radeon-Chips will ATI erst veröffentlichen, wenn die jetzt freigegebene Version durch die Microsoft-Labors gelaufen ist. Das soll noch vor Weihnachten passiert sein. (nie)