Arcor bringt Video on demand

Ab sofort bietet Arcor 100 Kinofilme zum gebührenpflichtigen Download an. Das Unternehmen verlässt sich dabei auf das Digital Rights Management des Windows Mediaplayer.

Der neue Service namens "VOD" soll allen Internet-Nutzern zur Verfügung stehen. Arcor empfiehlt freilich für den Dienst einen DSL-Anschluss aus eigenem Hause. Der Filminteressent muss sich zur Nutzung des Angebots auf dieser Webseite von Arcor mit seiner Adresse und der Nummer seines Personalausweises registrieren lassen. Dabei werden die Daten per HTTPS verschlüsselt.

Diese Angaben reichen jedoch noch nicht aus, um das gesamte Filmarchiv zu nutzen: Streifen mit der Altersfreigabe FSK18 bleiben gesperrt. Will der Kunde darauf zugreifen, muss er sich bei einer Post-Filiale über das Verfahren "Post-Ident" freischalten lassen. Das geschieht durch Vorlage des Personalausweises, wenn man sich vorher schon bei Arcor im Web registriert hat.

Um die Filme schließlich sehen zu können, benötigt man einen Mediaplayer ab Version 7.1. Für die CPU empfiehlt Arcor mindestens 400 MHz. Ob als Kompressionsverfahren das MPEG-4 der Microsoft-Codecs in Version 8 zum Einsatz kommt, wollte Arcor auf Anfrage nicht bestätigen. Die Vermutung liegt jedoch nahe: So ist beispielsweise der Streifen "Mr. Hollands Opus" bei 140 Minuten Laufzeit in nur 350 MByte verpackt. Als Datenrate gibt Arcor 509 kBit/s an - die Qualität soll dabei immer noch über der eines VHS-Bandes liegen, meint das Unternehmen.

Neben dem Mediaplayer dient noch der "Download-Manager" von Arcor zum Herunterladen der Filme. Das Browser-Applet zeigt, wie viel Zeit noch bis zum Start des Films vergeht, während der Mediaplayer seinen Puffer füllt.

Video per Web: So schnelle Downloads sind aber Standleitungen vorbehalten. Bild: Arcor

Der Mediaplayer sorgt auch dafür, dass ein einmal bestellter Film nur 24 Stunden lang abgespielt werden kann, selbst wenn er komplett auf der Festplatte des Kunden liegt. Als virtuelle Leihgebühr verlangt Arcor 3,50 Euro für Spielfilme, Kurz- und Zeichentrickfilme kosten 2,50 Euro. Am kräftigsten wird der Erotik-Freund geschröpft, er ist erst für 4 Euro pro Streifen dabei. (nie)