AMDs Socket-F-Opteron kommt am 15. August

Mitte August will AMD die nächste Version "Revision F" seines zuletzt sehr erfolgreichen Server-Prozessors Opteron herausbringen.

Tier-1-Server-Bauer wie Hewlett-Packard (HP) oder Sun werden den Chip in neuen Systemen anbieten. Der Rev-F-Opteron unterstützt unter anderem Virtualisierung und DDR2-Speicher, bietet aber gegenüber den aktuellen Modellen nur wenig mehr Leistung. Deswegen dürfte es der neue Chip schwer haben gegen Intels neue Xeon-5100-Serie (Codename "Woodcrest").

Frischen Rückenwind für AMD und Opteron erwartet der Experte Nathan Brookwood von Insight 64 daher erst wieder im kommenden Jahr, wenn der Hersteller auf 65 Nanometer und dann vier Prozessorkerne (Quad-Core) umsteigt. Intel wird schon im ersten Quartal 2007 Vierkern-Chips für Server (Clovertown) und Desktops (Kentsfield) herausbringen. "Das wird ein klassisches Bockspringen werden, bei dem jeder Teilnehmer wieder den anderen überspringt", prognostiziert Brookwood.

Die aktuellen Opteron-Prozessoren von AMD gibt es für den Socket 939 sowie Socket 940. Beim Speicher steuern die AMD64-CPUs jeweils DDR400-SDRAM an – die 940er Modelle benötigten dabei gepufferte Module. Die neuen Dual-Core-Opterons mit integrierten DDR2-SDRAM-Controller wechseln auch den Steckplatz.

Vorderseite: Links im Bild sehen Sie den neuen Opteron für den Socket F. Daneben befindet sich der aktuelle Opteron für den Socket 940.
Vorderseite: Links im Bild sehen Sie den neuen Opteron für den Socket F. Daneben befindet sich der aktuelle Opteron für den Socket 940.

Der neue Socket F ist eine LGA-Ausführung ähnlich Intels LGA775-Steckplatz. Der AMD-Sockel verwendet allerdings 1207 Pins. Damit wird der Prozessor fit gemacht für die Ansteuerung des DDR2-Speichers. Außerdem dient der Socket F den im Laufe des Jahres 2007 erwarteten Quad-Core-Modellen als Steckplatz. Für die Quad-Core-CPUs wird laut AMD für den Betrieb auf vorhandenen Socket-F-Plattformen nur ein BIOS-Update benötigt.

Rückseite: Der Socket-F-Opteron (links) setzt auf die Pin-lose Land Grid Array (LGA) Technologie. Dieses Verfahren setzt Intel schon länger bei den Pentium-Modellen ein. Rechts im Bild sehen Sie wieder einen herkömmlichen Socket-940-Opteron.
Rückseite: Der Socket-F-Opteron (links) setzt auf die Pin-lose Land Grid Array (LGA) Technologie. Dieses Verfahren setzt Intel schon länger bei den Pentium-Modellen ein. Rechts im Bild sehen Sie wieder einen herkömmlichen Socket-940-Opteron.

Der Socket-F-Opteron benötigt wie die bisherigen Socket-940-Modelle weiterhin gepufferte Speichermodule. Die maximale Speichergeschwindigkeit beträgt voraussichtlich 667 MHz (per DDR). Frühe Sample-Systeme mit dem Socket-F-Opteron steuerten bisher Registered DDR2-533-Module an. Am Dual-Channel-Konzept hält AMD bei den Socket-F-Opterons weiterhin fest.