AMD bringt Stromspar-CPU für PDAs

Der CPU-Kampf zwischen AMD und Intel weitet sich jetzt auch auf den PDA-Markt aus. AMD hat erste Muster seines Strom sparenden Alchemy Au1100-Prozessors produziert, der Intels XScale-CPU für PDAs ernsthafte Konkurrenz macht.

Der Au1100 ist Nachfolger des Au1000-Prozessors, den AMD durch die Übernahme des Herstellers Alchemy seit Anfang dieses Jahres in seinem Produktangebot hat. Im Vergleich zum Vorgänger hat AMD den Stromverbrauch jedoch nahezu halbiert.

Das Unternehmen bietet seine auf dem MIPS-32-Bit-Core basierende PDA-CPU mit drei Taktfrequenzen an. Bei 333 MHz braucht der Prozessor laut AMD 200 mW, mit 400 MHz 250 mW und mit 500 MHz 500 mW. Wie berichtet, verbrät der Vorgänger Au1000 bei 400 MHz 500 mW und bei 500 MHz 900 mW. Auch die Core-Spannung hat AMD von einer Spanne zwischen 1,25 und 1,8 Volt beim Vorgänger beim Au1100 auf 1,0 bis 1,2 Volt gesenkt. Die I/O-Spannung fiel von 3,3 auf 2,5 Volt. Zum Vergleich: Intels XScale-CPU für PDAs soll bei 400 MHz etwa 200 mW und damit nur etwas weniger als der Au1100 verbrauchen.

System-on-a-Chip: Der Au1100 von AMD integriert Controller für die gängige Peripherie und LC-Displays auf einem Chip.

Der Prozessorhersteller hat bei seiner neuen CPU je 16 KByte Cache für Daten und Instruktionen reserviert. Auf dem Chip integriert sind Controller für LC-Displays sowie für die gängige Peripherie, etwa für 10/100 Ethernet, USB, UARTs, Infrarot (IrDA) und ein AC'97-Interface. Der Au1100 im 399-PBGA-Gehäuse misst 17 x 17 Millimeter und kommt mit SDRAM, SRAM und Flash-EEPROM zurecht.

AMDs PDA-Prozessor unterstützt die Betriebssysteme Windows CE, CE.NET, Linux und VxWorks; Palm OS fehlt in der Liste. Das Unternehmen plant, mit der Serienproduktion noch im zweiten Quartal zu beginnen; der Preis für die 400-MHz-Version soll bei 29,50 US-Dollar (10.000er Stückzahlen) liegen. Erste Kunden für die neue CPU hat AMD nach eigenen Angaben bereits gefunden, deren Namen wurden aber noch nicht verraten. Die Ankündigungen von konkreten PDAs mit dem Alchemy möchte man ganz den Herstellern der Mobilrechner überlassen, teilte AMD auf Anfrage mit.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie im Report PDA-Technologien für die Zukunft. Hintergründe und Tests zu den mobilen Minirechnern bietet unsere Rubrik Mobiles. (jma)