Ständiger Stress

9 Anzeichen, dass Sie kurz vorm Burnout stehen

Vor allem Freiberufler kennen das: Feierabend ist nie, gearbeitet wird auch nachts, Hobbys und Freundschaften schlafen ein. 9 Warnzeichen, wann es zu viel wird.

Programmierer, so lautet ein populäres Bonmot, sind Maschinen, die Koffein in Code verwandeln. Das trifft auch auf viele andere Freiberufler zu. Der hohe Koffeinbedarf hängt damit zusammen, dass Freelancer allzu oft genau dann arbeiten, wenn ihr Gehirn sich lieber auf Stand-by schalten und zur Ruhe begeben möchte, nämlich nachts.

Sogar ein Buch gibt es schon, das sich mit diesem Phänomen und seinen Ursachen beschäftigt ("Why Programmers work at Night"). Gesund ist die Nachtarbeit nicht, ebenso wenig wie das ständige Zuviel an Arbeit und ein paar andere Arbeits- und Lebensgewohnheiten, die vielen Freiberuflern zu eigen sind.

Work-Life-Balance in Schieflage geraten

Nach Ansicht von Karol Krol, einem polnischen Blogger, Programmierer und Internetunternehmer, stehen viele Freelancer kurz vor dem Burnout, ohne es zu merken. Wir sagen Freiberuflern, woran sie feststellen können, dass ihre Work-Life-Balance bedrohlich in die Schieflage geraten ist.

1. Sie arbeiten oft bis spät in die Nacht

Der Wecker sollte nicht terrorisieren, sondern für einen gesunden Tag-Nacht-Rythmus sorgen.
Der Wecker sollte nicht terrorisieren, sondern für einen gesunden Tag-Nacht-Rythmus sorgen.
Foto: Fabian Petzold - Fotolia.com

Menschen sind keine Eulen und keine Fledermäuse, sondern biologisch eindeutig tagaktive Tiere. Sie sehen gut am Tag und schlecht in der Nacht. Sich einzureden, man sei nachts am produktivsten oder könne nachts "einfach am besten arbeiten", ist in aller Regel Selbstbetrug. Wer nachts kein Ende findet, hat entweder insgesamt zu viel Arbeit oder schafft es nicht, sich tagsüber Ablenkungen zu entziehen.

2. Sie kommen morgens nicht in Gang

Natürlich: Kalt duschen, ein schneller Kaffee und 20 Minuten nach dem Weckerklingeln am Schreibtisch sitzen - das schaffen die wenigsten. Aber wer auch zwei oder drei Stunden nach dem Aufstehen nicht in der Lage ist, die ersten Dinge auf der To-do-Liste anzugehen, hat ein Problem. Ein Grund kann - natürlich - chronische Müdigkeit sein, ein anderer die Tatsache, dass Sie Ihren Arbeitstag nicht als begrenztes, achtstündiges Gebilde betrachten. Sie sind eigentlich immer im Arbeitsmodus - und haben deshalb auch nie Freizeit.

3. Sie haben keine Zeit für Entspannung

Nie abzuschalten, ist hochgradig gesundheitsgefährdend. Gerade Menschen, die grundsätzlich viel leisten können und wollen, brauchten unbedingt Erholungsphasen, damit ihre Kraft erhalten bleibt. Dabei genügt es nicht, auf dem Sofa zu liegen und über den nächsten Job nachzudenken. Denn auch das Gehirn braucht Entspannung. Wer es ihm nie gönnt, ist allein schon deshalb ein Burnout-Kandidat.