40 TFlops: Schnellster Supercomputer der Welt

Im Bereich der Supercomputer steht eine Wachablösung an. NEC hat eigenen Angaben zufolge mit dem Parallelrechnersystem "Earth Simulator" den schnellsten Supercomputer der Welt fertig gestellt. Der Rechner schafft bis zu 40 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde (Teraflops).

Er würde damit in der Rangliste der 500 schnellsten Supercomputer (Top500.org) den bislang führenden ASCI White von IBM ablösen, der eine maximale Rechenleistung von 12,3 TFlops erreicht. Der Earth Simulator kommt ab 11. März im japanischen Earth Simulation Center (ESC) zum Einsatz.

Riesig: Der "Earth Simulator" findet in einem eigens gebauten 3250 Quadratmeter großen Gebäude seine Heimat.

Er dient der Erforschung der Umwelt und soll helfen, globale Umweltprobleme zu lösen beziehungsweise Maßnahmen gegen Naturkatastrophen zu entwickeln. Dies werde durch die Schaffung eines "virtuellen Planeten Erde" erreicht, der geophysikalische, klimatische und wetterbedingte Phänomene simuliert, heißt es in einer Mitteilung von NEC.

An der Entwicklung beteiligt waren neben NEC das National Space Development Agency (NASDA), das Japan Atomic Energy Research Institute (JAERI) und das Japan Marine Science and Technology Center (JAMSTEC). Der Earth Simulator befindet sich in einem speziell dafür konzipierten 3250 Quadratmeter (50 x 65 Meter) großen Gebäude am Yokohama Institute for Earth Sciences.

Er besteht aus 640 Rechenknoten mit insgesamt 5120 CPUs. Jeder Knoten besteht aus acht Vektorprozessoren mit je 8 GFlops Rechenleistung. Laut NEC erreicht der Supercomputer eine Spitzengeschwindigkeit von 40 TFlops. Jeder Rechnerknoten kann auf 16 GByte Hauptspeicher zugreifen; das komplette System verfügt damit über 10 TByte Speicher. Der Earth Simulator läuft mit dem Unix-basierten Betriebssystem Super-UX und unterstützt die Programmiersprachen Fortran 90 und C++.

Hintergründe und Informationen zu den Aufgaben der schnellsten Systeme der Welt bietet der Report Supercomputing. (jma)