16-Dollar-Handy: Infineon entwickelt Ultra-Lowcost-Chipsatz

Mit dem neuen Handy-Chipsatz E-GOLDvoice von Infineon verringert sich die Anzahl aller elektronischen Komponenten in einem einfachen Mobiltelefon von derzeit etwa 100 auf weniger als 50. Dadurch sollen sich komplette Handys für 16 US-Dollar produzieren lassen.

E-GOLDvoice ist das Herz von Infineons zweiter Plattformgeneration für Ultra-Preiswert-Handys, der ULC2. Mit dieser lassen sich die Materialkosten für ein einfaches Handy bis Anfang 2007 auf unter 16 US-Dollar senken. In dieser Kostenkalkulation sind laut Infineon das komplette Telefon mit allen elektronischen Bauteilen, Platine, Steckverbinder, Gehäuse mit Tastatur und Display, allen Software-Komponenten sowie wieder aufladbaren Batterien, Ladegerät, Verpackung und Bedienungsanleitung enthalten.

Der Marktanteil für derartige Billighandys soll laut den Marktforschern Strategy Analytics stetig wachsen. Im Jahr 2010 sollen weltweit mehr als 150 Millionen Ultra-Preiswert-Handys verkauft werden, die im Großhandel weniger als 40 US-Dollar kosten werden.

Schrumpfkur: Vom klassischen Handy links über den ULC1 bis zum ULC2 haben die Bauteilanzahl und der Platzbedarf stetig abgenommen. (Quelle Infineon)
Schrumpfkur: Vom klassischen Handy links über den ULC1 bis zum ULC2 haben die Bauteilanzahl und der Platzbedarf stetig abgenommen. (Quelle Infineon)

Durch den E-GOLDvoice, dem derzeit höchstintegrierten GSM-Chip, schrumpft auch der Platzbedarf für die Elektronik im Handy auf nur noch vier Quadratzentimeter. Das ist laut eigenen Angaben ein weiterer Weltrekord für Infineon. Das Unternehmen hatte bereits mit seinem ersten Ultra-Lowcost-Chipsatz ULC1 die Bestmarke für den Platzbedarf der Handyelektronik auf neun Quadratzentimeter gelegt. Erste Handys damit sollen in den nächsten Monaten erhältlich sein. Deren Herstellungskosten sollen noch bei rund 20 US-Dollar liegen.