1394 / Firewire / i.Link im Detail

Bei Apple-Computern und Sony-Notebooks ist 1394 alias Firewire oder i.Link längst Standard. Jetzt setzt die schnelle serielle Schnittstelle auch im PC-Bereich zum Überholen an. tecChannel hat die1394-Schnittstelle analysiert und nennt Ihnen die Vor- und Nachteile sowie die Unterschiede der diversen Implementierungen.

Von gestern und doch hochaktuell - 1394 ist ein schnelles Interface, das alle anderen Peripherie- und Massenspeicher-Schnittstellen verdrängen soll. Dabei hat Apple mit der Entwicklung dieses seriellen Anschlusses schon 1986 begonnen. Die Ingenieure übernahmen den seriellen Bus IEEE 1394. Dieser war zu der Zeit noch nicht als endgültiger Standard verabschiedet und ursprünglich nur als Diagnosebus in parallelen Backplane-Bussen gedacht. 1993 demonstrierte Apple die Weiterentwicklung unter dem Namen Firewire, die später als IEEE 1394-1995 standardisiert wurde.

Bild 1: Die aktuelle IEEE 1394a liegt noch gut im Rennen. Die angedachte IEEE 1394b ist mit 400 MByte/s sogar schneller als UltraSCSI 160 und Fibre Channel.
Bild 1: Die aktuelle IEEE 1394a liegt noch gut im Rennen. Die angedachte IEEE 1394b ist mit 400 MByte/s sogar schneller als UltraSCSI 160 und Fibre Channel.

1394 ist bereits der Standard in der digitalen Videobearbeitung im Consumer-Bereich. Sowohl Hersteller von Videoschnittkarten wie Fast oder Pinnacle, als auch Großkonzerne wie Sony, JVC und Panasonic setzen bei ihrer Unterhaltungselektronik auf den seriellen Bus. Bei Apple ist Firewire seit Anfang 1999 in den Desktop-Computern serienmäßig, Sony ist im PC-Bereich der Vorreiter. Die Hersteller von Druckern, Festplatten und anderen Peripheriegeräten ziehen allmählich nach.

Ein Blick auf Bild 1 zeigt schnell, warum 1394 neben der einfachen Handhabung so interessant ist. IEEE 1394-1995 ermöglicht theoretisch eine Datentransferrate von bis zu 50 MByte/s, mit IEEE 1395b sind für die Zukunft sogar 400 MByte/s angedacht.